Mit diesen zwei Worten hat seinerzeit mein Informatikstudium angefangen und ich glaube darum, dass es der perfekte Einstieg, in eine für mich neue Welt, das Bloggen ist. Gut, zu meiner Zeit hätte man das noch ein online Tagebuch genannt, aber ich bin ja, als aufgeschlossene Informatikerin, lernfähig. 😉

Da Du bisher gelesen hast, fragst Du dich vielleicht, „Hey, Nicky, Who are you? Und warum sollte ich hier was lesen?“ Und das fragst Du dich zurecht. Unsere Zeit ist knapp, wir wollen uns schnell und unkompliziert informieren. Viel Text kostet Zeit und die haben wir nicht. Also denkst Du vermutlich: „Eben, komm zum Punkt. Ich bin gleich weg. Da gibt es tolle Bilder, die ich mir noch bei Pinterest reinziehen möchte.“ Also gut, ich habe mich für einen öffentlichen Blog entschieden, da ich als zweifache, Vollzeit berufstätige verheiratete Mutter, die auch noch Zeit hat mit Ihren Freundinnen auszugehen und zwei Mal die Woche Sport zu treiben, in meinem Umfeld oft das Feedback bekommen habe, dass meine Aussagen Eltern beruhigen, Kolleginnen etwas aufatmen lassen und auch sonst in irgendeiner Form anregend sind. Und jetzt hasst Ihr mich schon, was für eine Angeberin, die hat alles im Griff, bäh. Aber hier eben irrt Ihr Euch! Was ich nicht verraten habe ist, dass Vollzeit bei mir bedeutet, dass ich bei einem Großkonzern arbeite und das vermutlich im Gegensatz zu von Euch implizit angenommenen mindestens 40h/Woche gerade mal 35h/ Woche sind. On top habe ich eine kaum relevante Pendelzeit von insgesamt durchschnittlich 40 Minuten täglich. Und schon können all die Frauen, die in „Teilzeit“ arbeiten und etwas länger pendeln aufatmen, denn die sitzen ja genauso viel Zeit wegen dem Job ab. Und ja ich formuliere das so, denn über Leistung werde ich mich mal separat in einem Blog auslassen. Genauso, wie über die anderen Punkte, wegen der man mich neidvoll hassen könnte. Was ich damit sagen will, genau dafür ist dieser Blog. Wir hören etwas und wir potenzieren diese Aussagen so sehr, dass wir uns klein und unfähig und nichtig fühlen. Aber dass das so nicht sein darf, weil wir die Wahrheit hinter dem gesagten nur selten erahnen.

Ich wünschte manchmal ich würde in der Antike leben und hauptberuflich eine Muse sein. Also eine Frau die durch ihre Anwesenheit aus den Menschen ihre tiefsten Träume rauskitzelt und die Menschen dazu animiert, diese auch zu leben. Dies klingt hochtrabender als es ist. Als Muse will man keinen Lebenswandel auf allen Ebenen schaffen. Dieser Druck wird schon genug an anderen Stellen aufgebaut, ich sage nur: „Du musst es nur genug wollen, dann schaffst Du alles! Es liegt nur an Dir!“. Von der wegen. Das können nur Leute sagen, die ein gewisses finanzielles Polster aufgebaut haben und nicht überlegen müssen, ob sie die 5€ in Essen oder den Malkasten für die Schule investieren müssen. Ich sage, weg mit dem Druck. Mein Ansatz bei Freunden ist, eher durch Gespräche nur sehr kleine Schräubchen zu lockern, die große Zahnräder in Bewegung setzen. Die Menschen die mir wichtig waren, hat das oft ihrem Traum nähergebracht. Den meisten war es nicht bewusst, dass dieser Prozess stattgefunden hat, aber so muss es auch sein. Diese wundervollen Menschen haben die eigentliche Arbeit selbst getan. Ich habe nur die richtigen Fragen gestellt bzw. Aussagen getroffen und damit nur einen Schubs in die richtige Richtung gegeben. Das war einfach, da ich diese Menschen kannte und sie sich mit anvertraut haben. Dich kenne ich nicht. Darum kann ich natürlich nicht versprechen, dass mir das „Inspirieren“ auch in geschriebener Form gelingt. Aber ich würde mich freuen, wenn sich hier die ein oder andere Frau verirrt, die ebenfalls lost im Alltag ist und nach dem Lesen etwas gestärkt, auch wenn vielleicht dadurch nicht weniger Lost ihren Alltag begeht. Denn oft hilft es ja nur zu wissen, dass man nicht allein ist, mit seinen Problemen, dann atmet es sich schon leichter.